PSA-Bestimmung

Die PSA-Bestimmung ist ein Bluttest zur Messung des prostataspezifischen Antigens (PSA), eines Proteins, das ausschließlich im Prostatagewebe produziert wird. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf eine gesteigerte Aktivität der Prostata hindeuten, die verschiedene Ursachen haben kann, darunter Geschlechtsverkehr vor der Blutabnahme, Harnwegsinfektionen, intensives Radfahren oder bestimmte Medikamente. 

Wichtig ist, dass ein Anstieg des PSA-Wertes auch ein frühes Anzeichen für Prostatakrebs sein kann, oft bevor Symptome auftreten. In Deutschland ist Prostatakrebs mit über 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Daher empfehlen Urologen, den PSA-Wert spätestens ab dem 45. Lebensjahr jährlich zu kontrollieren. Besonders bedeutsam ist die Beobachtung von Veränderungen des PSA-Wertes über die Zeit, da ein plötzlicher Anstieg ohne erkennbare Symptome ein erhöhtes Tumorrisiko anzeigen kann. Obwohl der Bundesrat bereits 2004 die Kostenübernahme für die PSA-Bestimmung als Vorsorgeleistung gefordert hat, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Kosten derzeit nicht, sodass Patienten sie selbst tragen müssen. 

Bei weiteren Fragen wird empfohlen, einen Urologen zu konsultieren, der über aktuelle Studien und Empfehlungen informieren kann.